Erdwurf

Bei der Beerdigung beginnt die Handlung am Grab damit, dass der Sarg in die Erde eingesenkt wird. Beim dreimaligen Erdwurf nennt der Pfarrer nochmals den Namen des Toten und übergibt ihn mit segnenden Worten der gnädigen Hand Gottes.

Dass dreimal Erde auf den Sarg geworfen wird ist ein Zeichen dafür, dass wir wieder zu Erde werden, aber ebenfalls ein Hinweis auf die Auferstehung. Zum Abschluss setzen alle Anwesenden den Erdwurf fort. Es ist ein Symbol für die Barmherzigkeit, ein Zeichen dafür, dass sie bei der Bestattung des Verstorbenen helfen. Im Bild wird angedeutet, dass der Verstorbene zur letzten Ruhe gebettet wird. Die Angehörigen decken ihn also bildlich zu. Der Erdwurf besiegelt auch rituell die Trennung von Seiten der Hinterbliebenen.

Wer selbst an einer Erdbestattung teilgenommen hat, kennt die Empfindungen, die der Erdwurf auslösen kann. Für viele Menschen ist es ein innerstes Bedürfnis, auf diese Art noch einen letzten Gruß am offenen Grab in aller Stille zu formulieren.