Pflanzen auf GrÀbern

Grabsteine

Woher kommt eigentlich der Brauch, auf einem Grab einen Grabstein aufzustellen? Bereits vor der Zeit der Griechen wurde auf GrĂ€bern Stelen errichtet, die spĂ€ter oft mit Reliefdarstellungen versehen wurden. Stelen erinnern in ihrer Form an einen aufrecht stehenden Menschen. So können sie das Leben auf dem Grabmal eines verstorbenen Menschen symbolisieren. Schon frĂŒh ist das Motiv dokumentiert, dass die Verstorbenen mit dieser Grabgestaltung das Andenken an ihre Person und Leistungen im Bewusstsein der Bevölkerung wach halten wollten. Dieser Wunsch war so stark ausgeprĂ€gt, dass manche Forscher in der GrĂ€berpflege, die die ersten Christengemeinden kultivierten, eine wichtige BegrĂŒndung dafĂŒr sehen, warum sich das Christentum so rasch ausbreitete: Christengemeinden ehrten die Verstorbenen durch Grabpflege und Erinnerungskultur. Stein ist bestĂ€ndig und von Dauer und unerschĂŒtterlich soll auch das Andenken sein. Der Stein eröffnet durch seine lange Lebenszeit den Blick nach vorne: Er wird in aller Gelassenheit die Wiederkunft Christi und damit die Auferstehung der Toten erwarten. Daran erinnert auch die Form des Kreuzes, die auf christlichen Friedhöfen dominiert. Die waagerechte Grabplatte aus Stein hatte ursprĂŒnglich wahrscheinlich den Zweck, den Leichnam vor der Exhumierung durch wilde Tiere zu schĂŒtzen. Heute wird sie oft auf den GrĂ€bern gewĂ€hlt, die nicht regelmĂ€ĂŸig gepflegt werden können.