Suizid

"Mein Leben ist so sinnlos geworden. Deshalb werde ich es jetzt verlassen. Bitte seid nicht traurig." So lauten die letzten Worte des Abschiedsbriefes einer 17-jährigen jungen Frau, die sich das Leben genommen hat, an die Eltern.

Nicht nur junge Menschen nehmen sich das Leben, weil sie in der Selbsttötung den vermeintlich letzten Ausweg sehen. Auch ältere, allein stehende Menschen, überwiegend Männer, setzen ihrem Leben selbst ein Ende. Angst vor dem Alleinsein oder davor, von anderen umsorgt werden zu müssen, nicht mehr für sich selbst sorgen zu können, bewegen Menschen zu diesem unumkehrbaren Schritt.

Angst vor Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit zu haben ist nachvollziehbar. Aber es gibt viele Menschen, die einem dabei zur Seite stehen können. Die Palliativmedizin zum Beispiel kann kranken Menschen mit starken Schmerzen mittlerweile sehr gut helfen und Schmerzen lindern.

Junge Menschen, die sich mit Gedanken an den Suizid befassen, möchten wir ermutigen, die Schwere und Tragweite ihrer Gedanken ernst zu nehmen. Vielleicht ist die Ortspfarrerin oder der Ortspfarrer eine Person, der Sie vertrauen können? Bitte reden Sie mit jemandem über Ihre Gedanken und Vorstellungen. In Lebensberatungsstellen, wie etwa unserer Diakonie, arbeiten Menschen, die gut zuhören können und Sie verstehen wollen.

Wir finden es sehr traurig, dass Menschen ihr Leben selbst beenden. Wir lehnen auch aktive Sterbehilfe ab. Aber den Menschen, der sich das Leben genommen hat, den lehnen wir nicht ab. Eine Selbsttötung ist keinesfalls ein Grund, den Gottesdienst zur Bestattung zu versagen.

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Publikationsdatum dieser Seite: 2016-11-20