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Leben und Tod

1. Kongressmesse in Deutschland vom 6. bis 7. Mai 2010

"Leben und Tod" ist die erste Kongressmesse in Deutschland zum Thema Sterben, die sich nicht nur an Fachleute wendet. "In unserer Gesellschaft wird immer noch ungern über das Sterben gesprochen, obwohl es doch jeden von uns betrifft", erläutert Meike Wengler, Projektleiterin bei der Messe Bremen, das neue Angebot. "Dabei spielt das `Sterben in Würde´ bei allen Menschen eine wesentliche Rolle. Rund 90 Prozent wünschen sich, zuhause zu sterben, aber rund 80 Prozent scheiden immer noch im Krankenhaus aus dem Leben. Den meisten Menschen sind ihre Möglichkeiten gar nicht bekannt. Deshalb wollen wir ein Forum schaffen, in dem ganz offen und in angenehmer Atmosphäre Fragen gestellt werden dürfen".

Viele Menschen in Deutschland beschäftigen sich mit dem Sterben und dem Tod. Allein in der Hospiz-Bewegung engagieren sich 80.000 Ehrenamtliche und es gibt ebenfalls etwa 80.000 Altenpfleger und -pflegerinnen. Aber auch Familienangehörige müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen. Im Jahr 2005 beispielsweise waren 2,13 Millionen Menschen pflegebedürftig - 68 Prozent dieser Patienten wurden zuhause von Töchtern, Söhnen oder Schwiegerkindern gepflegt.

Deshalb wird sich die Veranstaltung auch in drei Bereiche unterteilen: Der Fachkongress richtet sich an Hospiz- und Altenpflegekräfte und beschäftigt sich mit Schwerpunkten wie zum Beispiel Ethik, Spiritualität, Demenz, Palliative Care und Ernährung von Sterbenden. Dank des parallel stattfindenden Bremer Pflegekongresses können hier zudem Synergien zwischen den Fachleuten genutzt werden. Für die interessierten Besucher werden offene Vorträge angeboten, wie zum Beispiel Patientenverfügung (wie ist der Stand heute und wie mache ich es richtig), Vorstellung der verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten,
Vorsorge und Versicherung, Trauerbewältigung bei Angehörigen, Kinder und Trauer (wie bringe ich Kindern das Thema Sterben nahe) und vieles mehr. Es darf aber auch mal gelacht werden, eine Fotoausstellung oder Musik ergänzen das Angebot. Zudem bieten die Glaubensgemeinschaften einen ökumenischen Seelsorgestand an und im Raum der Ruhe
kann man sich bei einem Tee oder Kaffee zurückziehen oder miteinander ins Gespräch kommen.

Die begleitende Messe bietet allgemeine Informationen und Kontakte zu den verschiedenen Institutionen wie den Kirchen, den Hospizdiensten, Altenpflegeheimen, Dienstleistungszentren, Bestatter und weiteren mehr. "Viele Berührungsängste können wir hier überwinden. Es wird um ganz Praktisches gehen, wie beispielweise Rechtsfragen von der Patientenverfügung bis hin
zum Testament aber auch spirituelle Fragen werden diskutiert", so Meike Wengler.

 Mehr Informationen gibt es auf der Homepage www.lebenundtod-bremen.de

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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 22. Februar 2018 14:10