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Georg Magirius, Schmetterlingstango, München 2013.

Leben mit einem totgeborenen Kind

Das ruhige, friedliche Gesicht, kein Schreien, kein Strampeln - Georg Magirius' Tochter kam nach neun Monaten tot zur Welt. In seinen Erinnerungen an die Schwangerschaft, die Vorfreude und die Geburt sucht Magirius die Nähe seiner Tochter. Fantasievoll spinnt er seine Erinnerungen fort und findet mutige, kreative und überraschende Einsichten und Wege, mit seinem Verlust umzugehen. "Vielleicht übertreiben wir es mit unserer Trauer?" - diese Frage stellen sich wohl alle Sternenkind-Eltern. Die Unsicherheit von Freunden und Angehörigen, ihr Mitgefühl auszudrücken, führen oft zu Schweigen über totgeborene Kinder. Das Buch widersetzt sich der Ansicht, die Toten loslassen zu müssen. Poetisch, liebevoll und tröstlich ermutigt der Autor dazu, Zweifel und Verzweiflung zuzulassen und mit der Erinnerung an das Kind und der Fantasie zu leben und zu tanzen. "Schmetterlingstango" ist trotz allem die Geschichte einer großen Hoffnung, inspiriert vom Glauben an ein Wiedersehen.

 

ISBN 978-3-532-62449-4