Gedichte, Gebete & Geschichten

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Nachtgedanken 2

von Silke Hamburger

Bevor der Morgen graut,

hängst du zwischen Traumesvergessen und Sehnen.

Der Mond fällt nieder,

seine warme Farbe in kaltes Weiss getaucht.

Dass bald die Sonne steigt,

kannst du im bleichen Lichte nicht mal ahnen.

Zu fremd ist jene Welt,

in der dir ängstlich die Erinnerung verhaucht.

Du möchtest nicht nach vorne.

Zurück zur Nacht willst du dich müde lehnen.

Die Helle macht dich blind,

vertreibt ihn dir, wenn sie dein Auge schaut.

Im Traum nur kannst du spüren,

wie zärtlich ziehen Tränen ihre Bahnen.

Im Tag droht laute Leere.

Bei ihm zu sein, es dunkle Stille braucht.

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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 22. Februar 2018 14:11