Gedichte, Gebete & Geschichten

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Gott ich habe mich selbst verloren
Spüre nichts mehr nicht mehr meine Seele

Als die Sterne vom Himmel fielen
Ihr Funkeln zerbrach zerbrach mein Mut
Meine Schritte finden den Morgen nicht
Sterben von Sehnsucht gelähmt

Ob ich nun singe lache oder klage
lauschend schweige oder frage
Meinen Melodien fehlt Anfang und Ende
Nachts verklingen sie im Kreis sich drehend

Vertraute alte Worte verlieren sich am Horizont
Stürzen unter sternleerem Himmel zu dir
Gott ich habe mich selbst verloren
Spüre nichts mehr nicht mehr meine Seele

Doch wenn ich auf hohe Felsen fliehe
In dunklen Höhlen die Augen schließe
Wenn in Labyrinthen ich das Weite suche
Oder in finstere Täler steige bist du da

Wenn ein Hauch den Sturm verspricht
Ein stilles Wort alle Mauern fällt
Wenn leise Klänge mein Herz sanft wiegen
Und Erinnern den Verstand zerreißt bist du da

Jenseits meiner einsamen Angst
Lässt du einen Funken Hoffnung am leben
Jenseits aller klingenden Töne
Hörst du meinen im Traum gespielten Ton

Folgte ich dem Vogel hinauf in die Wolken
Mit gebrochenen Flügeln wärst du bei mir
Fielen meine Tränen auf welke Blüten
Und fingen das goldene Licht wärst du bei mir

Gott ich habe mich selbst verloren
Spüre nichts mehr nicht mehr meine Seele
Gib meinem Himmel die Sterne zurück
Und meinen Schritten den Morgen
Und bewahre meine Seele in deinem Frieden

Silke Hamburger

Foto:

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Publikationsdatum dieser Seite: Montag, 18. Dezember 2017 14:53