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Pink Floyd

Wish You Were Here

Ich wünschte, Du wärst hier. Das Lied der Band Pink Floyd verleiht einem Gefühl Ausdruck, das wohl jeder kennt, der von einem geliebten Menschen getrennt wurde. Sei es durch Tod oder Trennung - da, wo ein Mensch fehlt, der bisher im eigenen Leben Raum einnahm, der wichtig war, da entsteht ein Leerraum, der Trauer und Sehnsucht freisetzt.

Oft entdecken wir das, was uns am anderen wichtig ist, erst im Rückblick. Das, was man hatte, wird erst im Verlust deutlich. In diesem seltsamen Zwiespalt leben wir Menschen.

Erst die Trennung macht uns oft bewusst, was wir Schönes erlebt haben - aber auch das, was wir versäumt haben. Vieles im Leben lässt sich nicht verrechnen, geht nicht auf, bleibt brüchig und fragil. Das Lied fasst es in Bilder von Gegensätzen, die ebenfalls nicht aufgehen und doch in jedem Leben und jeder Beziehung da sind: Himmel und Hölle... Warmes Grün und kaltes Abblitzen... Bäume und Asche...

So, so you think you can tell Heaven from Hell,
blue skies from pain.
Can you tell a green field from a cold steel rail? A smile from a veil?
Do you think you can tell?

And did they get you trade your heroes for ghosts?
Hot ashes for trees? Hot air for a cool breeze?
Cold comfort for change? And did you exchange
a walk on part in the war for a lead role in a cage?

How I wish, how I wish you were here.
We're just two lost souls swimming in a fish bowl,
year after year,
running over the same old ground. What have we found?
The same old fears,
wish you were here.

Was finden verlorene Seelen im Goldfischglas?
Die Jahr für Jahr den gleichen Grund umkreisen?
Ist das ein Bild für Glück? Oder für Verlorenheit?
Ich bin mir sicher: es ist ein großes Glück gemeinsam verloren zu sein - für eine Zeit.
In Ängsten und in Hoffnungen.
Denn mehr als eine Zeit - meine und deine - bleibt uns nicht.
So ist das Menschsein - endlich.
Wer aber diese Zeit erlebt hat,
wer sich einmal so verloren hat,
der kann der Hölle etwas vom Himmel erzählen.
Von Schmerz und Angst und Wünschen und Hoffen
Vom Leben und Lieben.

Ingo Reuter

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Publikationsdatum dieser Seite: Samstag, 9. Dezember 2017 19:06